AI for CLIL! Eine Erasmus+ Fortbildungsreise

Die künstliche Intelligenz ist ein Thema, das immer stärker Einzug hält in unseren Alltag. Nicht nur auf Schüler-, sondern auch auf Lehrerseite gilt das auch für die Schule, sodass sich manchmal schier endlos wirkende Möglichkeiten offenbaren. 

Eine dieser Möglichkeiten ergibt sich im Bereich des bilingualen Unterrichts, der sich steigender Beliebtheit erfreut. Eine Europass-Fortbildung zur Nutzung von KI im bilingualen Unterricht im französischen Nizza schien somit eine herausragende Möglichkeit zu sein, mehr und tiefer in dieses Thema einzusteigen. Das SGS vertraten auf dieser Fortbildung Frau Grannec, Herr Bär und Herr Steiner.       
Nach problemloser Anreise per Zug eröffnete sich bereits am ersten Tag eine sehr angenehme Arbeitsatmosphäre, zu der nicht nur der Kursleiter, sondern auch die übrigen Teilnehmenden aus Italien, Polen, Deutschland und Bulgarien beitrugen. Dieses Arbeitsklima zog sich durch die ganze Woche, sodass sich nicht nur während der Arbeitsphasen, sondern auch während des wohlbedachten Rahmenprogramms und der abendlichen Aktivitäten hervorragende Möglichkeiten des konstruktiven Austausches und der europäischen Zusammenarbeit boten.        
Inhaltlich legte die Fortbildung zunächst einen Schwerpunkt auf den Umgang mit verschiedenen KI-Tools. Diese ausführliche Einarbeitung in die Handhabung umfasste Chatbots, visuelle Designtools, Inhalte kreierende Programme sowie Tools im Bereich von Strukturhilfen und zielgerichteter, vielseitiger Anwendungsfelder. Als Konsequenz daraus ergaben sich wertvolle Einblicke in die Potenziale für den digitalen Bildungsbereich. Zum einen wurde veranschaulicht, wie stark eine zielgerichtete Nutzung der digitalen Werkzeuge Lehrende entlasten und den Arbeitsprozess unterstützen kann. Dabei stechen sowohl Zeitersparnis und neuer Ideeninput als auch Strukturierungshilfen ins Auge, die die Arbeitsabläufe effizienter und vielschichtiger gestalten können und in der Konsequenz mehr Ressourcen bei der Lehrkraft frei werden lassen, was wiederum dem Bildungserfolg der Schülerschaft zugutekommt. Zum anderen ergibt sich auch ein direkter positiver Einfluss für die Lernenden selbst. Sowohl die aktive Perspektive als Ersteller als auch die passive Rolle als Rezipienten bieten hervorragende Möglichkeiten, den Umgang mit Medien und KI durch die Schülerinnen und Schüler zu begleiten und anzuleiten.  
Selbstredend können diese Potenziale auch auf den bilingualen Unterricht übertragen werden, dem immer nicht nur ein inhaltsbasiertes, sondern auch gleichzeitig stets ein sprachenfokussiertes Lernziel zugrunde liegt und der sich dadurch per se durch eine hohe Komplexitätsebene auszeichnet. Auch hier bot die Fortbildung mitunter konkrete Anknüpfungspunkte, sodass Faktoren wie Umgang mit Materialien, Lernerfolg generierende Anwendung und Feedback im Vordergrund standen. Während vor allem zu den ersten beiden Punkten viel gewinnbringender Input sichtbar wurde, zeigte sich im Bereich Feedback, dass in manchen Arealen der KI-bezogenen digitalen Bildung auch noch große Entwicklungspotenziale liegen, die zukünftig erschlossen werden können.           
Somit finden nach dieser Woche viel Wissen, spannende Ideen, große Potenziale und gewinnbringende Erkenntnisse den Weg ans SGS nach Saarlouis, von denen einige in der Zukunft sicherlich auch in die (bilinguale) Praxis umgesetzt und wünschenswerterweise den Schülerinnen und Schülern dieser Schule eine Hilfe sein werden.       
Dadurch hat diese Erasmus+ Fortbildung bleibenden Eindruck hinterlassen und alle Erwartungen erfüllt, wobei einzig der Anblick des sagenumwobenen schwimmenden Bären vor Nizza verwehrt blieb. 

 

SR / GC / BÄ

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