


Am Mittwoch, dem 17. Juni 2026, waren die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte und der Grundkurse Geschichte der Jahrgangsstufe 11 in Verdun, um sich intensiv mit dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) auseinanderzusetzen.
34 Schülerinnen und Schüler waren mit Frau Grannec und Frau Paulus-Dres einen Tag lang im ehemaligen Kriegsgebiet unterwegs. Der Tag war mit Programm voll gepackt, vieles gab es zu sehen und zu entdecken.
Zu Beginn des Tages stand die Besichtigung des Forts Douaumont auf dem Plan. Hier erhielten die Schülerinnen und Schüler einen authentischen Einblick in die Lebenswelt der Soldaten des Ersten Weltkrieges. Eng verbunden hiermit ist natürlich auch die Erinnerungsarbeit und der Umgang auch mit dem Tod.
Aus den kühlen Tiefen des Forts ging es dann zum Beinhaus von Douaumont. Die Anordnung von 16.142 Gräbern ist es ein Bild, das eben die Sprachlosigkeit und auch Unvorstellbarkeit des Krieges noch einmal deutlich macht. Darüber hinaus befinden sich die Gebeine von ca. 130.000 nicht identifizierten Soldaten im Beinhaus.
Mit diesem Bild ging es dann weiter in das Memorial du Verdun, das Museum, das den Krieg, die Menschen und die Tiere, die Wissenschaft und die Technisierung des Krieges besonders veranschaulicht darstellt. Dieses Museum steht auf dem ehemaligen Bahnhof des Bauerndorfes Fleury-devant-Douaumont, welches wir ebenfalls besuchten. Hier braucht man schon sehr viel Vorstellungskraft, denn in diesem village detruit steht lediglich noch ein Denkmal und eine Gedächtniskathedrale.
Zuletzt, im Vergleich zur Erinnerungskultur am Beinhaus von Verdun, besuchten wir noch einen deutschen Soldatenfriedhof in der Nähe von Verdun. Schlicht, aber respektvoll sind hier die deutschen Gefallenen begraben.
Dieser Tag in Verdun hat die Schülerinnen und Schüler aus dem Klassenzimmer ins Erleben von Geschichte gebracht. Das Ablaufen der ehemaligen Schützengräben, das Nachdenken über den Umgang mit der Erinnerung an die Ereignisse von vor mehr als 100 Jahren, die dennoch als „Ur-Katastrophe“ von vielen weiteren schrecklichen Ereignissen bekannt sind, das Erfahren der Bedeutung von Frieden und das Gedenken sind zentrale Aspekte, die an diesem Tag im Mittelpunkt standen.
Paulus-Dres/Grannec