








Vom 11. bis zum 16. Mai 2026 nahmen wir am Kurs Teaching the EU citizenship in the classroom von europass.eu in Paris teil. Es war eine Veranstaltung mit einem vielseitigen Programm, das einige Impulse für die Weiterarbeit im Bereich Demokratie in der Schule gegeben hat.
Am Montag lernten wir zuerst alle Kursteilnehmer und Kursteilnehmerinnen kennen. Dazu „spielten“ wir eine Runde LehrerInnen-Bingo und gingen danach zu zweit zusammen, um uns gegenseitig noch besser kennenzulernen und dann den Partner/die Partnerin vorzustellen. Die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren Lehrerinnen und Lehrer oder Schulleiterinnen und Schulleiter aus Kroatien, Bulgarien, Griechenland, Schweden und Finnland. Ebenso waren auch zwei Kolleginnen aus München und Hagen in unserer Lerngruppe. Besonders hilfreich waren auch die practical informations, um sicher in Paris unterwegs zu sein.
Der Kurs fand statt im Gebäudekomplex der Université de Paris, im Gebäude der États-Units. Ein ziemlich beeindruckendes Gebäude mit einer langen Geschichte.
Unsere Kursleitung, Jennifer Conwell, führte dann in das Thema ein. Der detaillierte Vortrag über die Struktur der Europäischen Union brachte alle Kursteilnehmer und Kursteilnehmerinnen auf einen gemeinsamen Stand, sodass die Weiterarbeit problemlos möglich war.
In einem Caroussel lernten wir unterschiedliche Aktivitäten kennen, wie die EU im Unterricht thematisiert werden kann. Dabei stand die Handlungsorientierung im Vordergrund, die Schülerinnen und Schüler können sich durch eigenes Handeln mit dem Thema EU beschäftigen. Thematisch klar aufgebaut und von der Umsetzung her gut geplant, konnten wir uns einen guten Überblick über das Material verschaffen, das nur eine Auswahl dessen war, was uns an Material zur Verfügung gestellt wurde. Die Frage, wie ein EU-Gesetz entsteht, erarbeiteten wir in einem Gruppenpuzzle. Dabei wurde deutlich, dass dieses Thema zwar sehr komplex ist, es aber dennoch gewinnbringend unterrichtet werden kann, wenn man die einzelnen Institutionen ausführlich betrachtet.
Jeder Tag startete mit einer Reflexionsphase, die die weiteren Arbeitsschritte verdeutlichte. Als besonders bemerkenswert erachteten wir, dass die Kursleitung sich täglich ein Feedback einholte und dies zum nächsten Tag umzusetzen versuchte.
Die Werte und Prinzipien der EU nahmen thematisch viel Raum ein. Hiermit beschäftigte sich dann auch unser Projekt: Zum einen ein Lernposter, das die Schülerinnen und Schüler motivieren soll, sich mit der EU auseinanderzusetzen und sich dafür einzusetzen. Wir legten unseren Fokus auf die Demokratie und die Menschenrechte. Zum anderen sollten wir sehr praxisorientiert konkrete Vorschläge zum Einsatz im Unterricht erarbeiten. Hier entwickelten wir verschiedene Ideen, zum Beispiel das Erarbeiten der Werte der EU in einem Stationenlernen mit anschließender Sicherung in einer Talkshow-Simulation.
Ein absolutes Highlight war der Besuch des Europa-Zentrums in Paris. Im 360 Grad-Kino gab es einen sehr anschaulichen und konkreten Überblick über die Arbeit der EU. Das angebotene Material zur Weiterarbeit ist sehr empfehlenswert für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülerinnen. Auch wird hier den Lehrkräften eine Menge an Material kostenlos zur Verfügung gestellt.
Auch die beiden Nachmittagsaktivitäten, ein Spaziergang im Quartier Latin und ein Spaziergang im Marais, waren sehr interessant und hier haben wir viel Neues erfahren und Highlights der französischen Geschichte erfahren und gesehen.
Die Verleihung der Zertifikate war ein feierlicher und schöner Moment, der eine interessante und lehrreiche Woche gekrönt hat. Viele Ideen, wie das Gelernte in der Schule ein- und umgesetzt werden kann, brachten wir aus Paris mit nach Saarlouis.
Bieg/Paulus-Dres