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Projekt
"Lebensentwürfe"
| Projekt
Lebensentwürfe - Schüler entwerfen ihr Leben, Experten helfen |

Gewinner
des Förderwettbewerbs
"Ideen für Generationen - Gesucht: Experten fürs Leben" des
Saarländischen Ministeriums für Gesundheit
und Verbraucherschutz
„Es gilt, nicht nur dem Leben Jahre zu geben, sondern den
Jahren Leben
zu geben“
(Ursula Lehr,
ehemalige Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen u. Gesundheit)
„Vom
Standpunkt der Jugend aus gesehen ist das Leben eine unendlich lange
Zukunft. Vom Standpunkt des Alters aus eine sehr kurze Vergangenheit.“
(Arthur
Schopenhauer, deutscher Philosoph)
„Das Leben ist zu kostbar, um es dem Schicksal zu überlassen.“
(Walter Moers,
Comiczeichner)

Kurzbeschreibung
des Projekts:
Nicht
für die Schule, für das Leben lernen wir: Schüler erarbeiten mit
Senioren einen Grundriss für ihr Leben.
Der
Schulabschluss naht, doch sind Jugendliche meist orientierungslos, wenn
es um die Planung ihrer Zukunft geht: Beruf? Familie? Alters- und
Gesundheitsvorsorge? Ehrenamt? Umweltschutz?
Im Projekt
„Lebensentwürfe“ erarbeiten sie einen klar strukturierten Lebensplan
und besprechen diesen mit ehrenamtlichen Beratern der Generation 60+.
Ein
Doppelsieg: Für die Jugendlichen wird das Wissen der älteren Generation
nutzbar. Sie gewinnen Lebensperspektiven und Wege zur Umsetzung ihrer
Ziele. Die Senioren bringen ihre Kompetenzen sinnvoll in die Schule,
erfahren Wertschätzung und erhalten selbst neue Impulse für ihr Leben.
Vorteile
des Projekts für Jugendliche:
- Sich orientieren, nachhaltige Lebensziele finden und wissen, wie man
sie umsetzt
- Entscheidungen treffen und Verantwortung für sich übernehmen
- Gesund und erfolgreich älter werden und sein Leben
verlängern (!)
- Das Wissen und die Erfahrung der Generation 60 Plus erhalten
- Bürgerschaftliches Engagement und Umweltschutz kennenlernen
Bei
einem Interview für Startsocial in Berlin wurde das Projekt vorgestellt:
Wer
Interesse an dem Projekt hat, wendet sich bitte in den Pausen oder per
E-Mail an Herrn Korne: christian.korne(at)gmx.de |
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| Lebensentwürfe wird im "Miteinander der Generationen" durchgeführt (Sommer 2012) |
"Unter
einem Dach - Begegnungsstätte der Generationen" lautet das Motto des
gemeinsamen Projekts "MIteinander der Generationen" der Kreisstadt
Saarlouis und der evangelischen Kirchengemeinde. Der Treffpunkt liegt
im Ortsteil Saarlouis-Steinrausch, an dem sich Angehörige verschiedener
Altersklassen begegnen und austauschen. Das Miteinander der
Generationen soll die gegenseitige Unterstützung von Jung und Alt
neu zu beleben, ein Ziel, dem sich auch das Projekt Lebenentwürfe
widmet.
Nach Absprache mit den entsprechenden Stellen wird
das Projekt Lebensentwürfe im Sommer 2012 auch dort durchgeführt.
Weitere Informationen werden in Kürze eingestellt.
Hier ein Link zur Webseite von "Miteinander der Generationen" (extern): Miteinander der Generationen Saarlouis
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| Mehrgenerationen-Filmprojekte
am SGS - Thema "Leben im Saarland 2030/Altersbilder" |
Die bis November
2011 von den Schülerinnen und Schülern des Seminarfachs "Ist das Leben
planbar?" produzierten Filme sind hier zu sehen. Insgesamt wurden 11
Filme zum Thema "Leben im Saarland 2030" in Zusammenarbeit mit
Seniorinnen und Senioren erstellt. Die Filme beschäftigen sich mit der
Frage, wie der demografishe Wandel, der besonders das Saarland in den
kommenden Jahrzehnten betreffen wird, das Leben der Jugendlichen und
Älteren verändern wird.
Die 11 Filme können hier angeschaut werden.
Sie wurden auf der Webseite von Youtube veröffentlicht.
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"Lebensentwürfe - Du entwirfst dein Leben, wir helfen dir" - Frühjahr 2012 |
Im Januar 2012 wurde
das am SGS entwickelte Projekt "Lebensentwürfe" erneut an unserer
Schule durchgeführt. Zehn
Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 10 und 11 nutzten die
Möglichkeit, sich mit ihrem Leben intensiv auseinanderzusetzen und ihre
Lebenspläne mit Senioren zu besprechen.

Die "Lebensplaner" und ihre beratenden Senioren in der Cafeteria
unserer Schule  Am
1. März 2010 fand das Nachtreffen in der Cafeteria der Schule statt.
Bei der Gelegenheit hatten die Teilnehmer wieder die Möglichkeit, sich
auszutauschen. Zusätzlich stand als Thema im Plenum die Frage im Raum,
was das Älterwerden aus der Sicht der Jugendlichen und Senioren
eigentlich bedeutet. Auf diese Weise konnten die Jugendlichen ein
differenziertes Altersbild erwerben.
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Preisverleihung des Videowettbewerbs im Gesundheitsministerium am 19.
Dezember 2011
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Jung und Alt gemeinsam beim
Videowettbewerb des Gesundheitsministeriums
Mehrgenerationen-Filmprojekte des Stadtgartengymnasiums wurden gleich
mit fünf Preisen ausgezeichnet
"Oma,
das kann doch wohl nicht dein Ernst sein! Bist du schon wieder so spät
nach Hause gekommen?", beschwert sich Schülerin Anne-Sophie Salz bei
ihrer Film-Oma Ilse Maurer in dem Video, das den Wettbewerb
"Leben im Saarland 2030 - wir werden weniger, älter und bunter" des
Gesundheitsministeriums gewonnen hat. Der Film stellt die Rolle von
Jugendlichen und Senioren überzeugend und amüsant auf den Kopf - Die
Oma will nicht aufstehen, weil sie gerne mit ihren Freundinnen die
Nacht zum Tag macht, und spielt lieber Computerspiele, als der Enkelin
etwas zu essen zu machen. Richtig gut wird der Film, wenn die älteren
Damen das Mädchen dann sogar noch zum Pizza-Service schicken.
Ausgedacht haben sich diese Idee sechs Mädchen aus der Jahrgangsstufe
11 des Saarlouiser Gymnasiums am Stadtgarten: Giulia Cancian, Yukiko
Morguet, Roxane Ruffing, Anne-Sophie Salz, Milena Spieß und Aline
Wilhelm konzipierten zuerst ein richtiges Drehbuch, das dann mit Hilfe
der älteren Schauspielerinnen Ilse Maurer, Frau Ruppental und Frau
Spieß vom Seniorenclub "Club 66" in Saarlouis umgesetzt wurde. Dafür
bekamen Sie bei der Preisverleihung von den Staatssekretären Pini
(Ministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz) und Körner
(Ministerium für Bildung) den ersten Preis im Wert von 500
Euro mit einer Urkunde überreicht. Die Seniorinnen waren
ebenfalls dabei, als der Film vor Publikum im
Gesundheitsministerium in Saarbrücken präsentiert wurde.
Auch der 2. und drei weitere Preise des Wettbewerbs gingen an das
Stadtgartengymnasium: Anna Bettenfeld, Linna Jiang, Kathrin Thernes und
Selina Pira zeigten in ihrem Film, dass man im Alter sehr wohl
attraktiv und sportlich sein kann und dass Liebe jung hält. Als
Schauspieler standen Roselie Rogosch, Gerd Kranich und weitere Senioren
in der Rolle als Fotomodel, Liebespaar und Angeklagte im Gericht vor
der Kamera. Für den Videofilm hatten die Jugendlichen einen Raum im
Amtsgericht zur Verfügung gestellt bekommen. In weiteren Filmen
erschrecken die Senioren an Halloween ihre Nachbarn, bekommen mit 60
nochmal Kinder oder sehnen sich danach, wie Kia Kirchen in dem Film
"Von wegen ewige Jugend", endlich Falten für das neue Schönheitsideal
zu bekommen.
Die witzigen Filme stehen jedoch vor dem ernsten Hintergrund des
anstehenden demografischen Wandels, wie die Staatssekretäre Sebastian
Pini und Stephan Körner bei der Ansprache zum Wettbewerb erklärten.
Zweck des Wettbewerbs war es, die Oberstufenschüler mit dem Thema
vertraut zu machen und sie aufzuklären. Pini: "Nur wenn sie die
Herausforderungen, aber auch die großen Chancen einer alternden
Gesellschaft kennen, können sie die Weichen in die richtige Richtung
stellen."
Die Produktion von Filmen in Mehrgenerationenprojekten hatte
Seminarfachlehrer Christian Korne angeregt, der über sein Projekt
"Lebensentwürfe" am Stadgartengymnasium die Kontakte zu den älteren
Leuten herstellte und im Unterricht die Erstellung von Drehbüchern und
den Umgang mit der Schneidesoftware am Computer einübte. "Die Schüler
sind sehr engagiert an die Arbeit gegangen", erzählt Korne begeistert.
"Sie haben sich an mehrere Seniorenvereine gewendet und sogar an die
Altenheime in Saarlouis. Eine Gruppe hat 25 Schauspieler für einen Bus
zusammenbekommen, den die KVS in Saarlouis ihnen kostenlos zur
Verfügung gestellt hat. Alle Gruppen haben sich sehr viel Mühe gemacht
und ich bin beeindruckt von den Leistungen, die sie erbracht haben."
Mit insgesamt 10 Filmen hatten die 16-17Jährigen an dem Wettbewerb
teilgenommen. Die Filme können auf der Webseite der Schule unter
"www.sgs-saar.de" angeschaut werden. Dort gibt es auch weitere
Informationen über die Mehrgenerationenarbeit des Saarlouiser
Gymnasiums am Stadtgarten.
C.
Korne
Weitere Bilder und einen weiteren Bericht gibt es unter diesem Link ...

1. Preis für den Film "Mensch Oma"
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| SALU-AWARD 2011:
SGS-Medienprojekt wurden vom Kultusminister ausgezeichnet
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Im
Rahmen
des vom Kultusministerium ausgeschriebenen Medienwettbewerbs
"SALU-AWARD" hat das Saarlouiser Gymnasium am Stadtgarten im Bereich
der weiterführenden Sekundarschulen den 2. Platz für das Mehrgenerationen-Filmprojekt "Altersbilder" erhalten.
Am 20.
Dezember 2011 wurden die Urkunden und die Preise (Laptop) in einer feierlichen Veranstaltung in Saarbrücken vom
Kultusminister persönlich an die Schülerinnen und Schüler der Projekte
und die betreuenden Lehrer übergeben.
Einen weiterführenden Artikel des Kultusministeriums mit
vielen Bildern
können Sie hier auf der Webseites des Ministeriums einsehen.

2.
Platz für die Schülerinnen des Seminarfachs "Ist das Leben planbar?"
von Herrn Korne für ihre Videofilme zum Thema "Altersbilder"
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Presseartikel:
Vom Traum in die Wirklichkeit - Saarbrücker Zeitung,
Saarlouiser Teil - Beitrag vom 15.04.2011 |
Vom Traum in die Wirklichkeit:
"Überhaupt einen Plan haben"
Preisgekröntes
Projekt "Lebensentwürfe" am Stadtgarten-Gymnasium Saarlouis
Nicht
für die Schule, sondern für das Leben lernen wir, lehrt eine alte
Weisheit, man könnte ergänzen: und vom Leben lernen wir. Ein Projekt am
Stadtgartengymnasium in Saarlouis nimmt das ganz wörtlich. Das Land
unterstützt das Projekt mit 50 000 Euro.
Von
SZ-Redakteur Johannes Werres
Saarlouis.
"Lebensentwürfe"
heißt ein Projekt, das Lehrer Christian Korne am Stadtgartengymnasium
Saarlouis entwickelt hat. Ziel: 23 Schülerinnen und Schüler der Stufen
zehn und elf sollten eine Lebensperspektive für sich selbst entwickeln,
probehalber Berufsentscheidungen treffen. Darin einbeziehen sollten sie
Aspekte, an die sie vorher nicht gedacht hätten: Gesundheit, Ernährung,
ein positives Bild vom Alter, Vermögensbildung und Familienplanung zum
Beispiel.
Dazu fragten die Schüler zunächst herum: Bei Leuten, die
Berufe ausüben, die sie selbst gerne lernen würden. Und zu Hause, um
herauszufinden, welche Erkrankungen in der Familie vorkommen.
Schließlich sollte das Bild von der eigenen Perspektive ganzheitlich
sein und nachhaltig.
In
Alternativen denken
Korne:
"Die Jugendlichen sollen lernen zu entscheiden, Verantwortung zu
übernehmen und in Alternativen zu denken. Denn viele Jugendliche setzen
sich damit gar nicht auseinander. Es ist ein Leben von heute auf
morgen, jetzt und hier, das halten sie für die Ewigkeit." Träume hätten
sie schon, räumt er ein, "aber begrenzte Träume und sehr allgemein."
Davon seien er, Lehrer für Bio und Englisch, und der seinerzeitige
Schulseelsorger Rainer-Matthias Müller bei der Konzeption ausgegangen.
Die
23 Schüler gingen mit ihren sorgfältig aufgearbeiteten Ergebnissen in
die nächste, die entscheidende Runde: Sie setzten sich mit 20 Männern
und Frauen über 60 Jahren zusammen, die mit den Jugendlichen über deren
Lebensentwürfe redeten. Die Älteren brachten dabei ihre Kompetenz ein,
entstanden aus ihrem eigenen Leben. Aus Erfahrungen in bestimmten
Berufen und mit eigenen Lebensentwürfen.
Christian Korne gewann mit
diesem "intergenerativen" Konzept Anfang des Jahres einen der drei
Preise des Wettbewerbs "Ideen für Generationen" des saarländischen
Gesundheitsministeriums. Jeder dieser Preise ist mit 50 000
Euro
zur Umsetzung des Projektes verbunden. Das ist eine sehr ungewöhnlich
hohe Förderung. Korne wird damit sein Modell nicht nur am
Stadtgartengymnasium ausprobieren und weiterführen.
Modell exportieren
Er
wird das Modell innerhalb von drei Jahren auch anderen Schulen,
zunächst Gymnasien im Kreis, dann landesweit, anbieten. Das Ministerium
fördert mit dem Wettbewerb "innovative Projekte und Maßnahmen, die dazu
beitragen, den demographischen Wandel positiv zu gestalten."
Im
Grunde drehte Korne die Aufgabenstellung des Ministeriums um. Er suchte
- und fand - eine Idee, wie die Lebensleistung Älterer die
Lebensplanung der Schüler spiegeln und die Erfahrungen so fruchtbar
gemacht werden können.
Was auf der Hand liegt, bestätigt auch Korne:
Die Älteren, die sich laut Korne lieber als Berater denn als Experten
ansprechen lassen, profitieren als erste selbst davon. Nicht untypisch:
"Endlich mal mit jungen Menschen sprechen - das habe ich seit Jahren
nicht getan", sagte einer. Andere korrigierten ihr Bild von
Jugendlichen. Wozu auch gehöre, berichtet Korne, dass Ältere "an ihre
Grenzen stießen", wenn sie mit den wirklichen Lebensbedingungen mancher
Schüler konfrontiert waren. Anstöße zu neuen Aktivitäten hätten die
Älteren gleich mitgenommen.Saarlouis. Zwischen 16 und 18 Jahre waren
die 23 Jugendlichen bei "Lebensentwürfe". Was nahmen sie mit? Andreas
Lorson: "Ich will Polizist werden. Die Senioren haben mir zugeraten,
die Beamtenlaufbahn zu wählen, wenn das möglich ist." Julian Bastian:
"Ich habe für mich mitgenommen, dass ich für den Musiklehrer-Beruf
geeignet wäre. Vor allem aber gab es viele kleine Erkenntnisse. Alle
haben gesagt, dass das Finanzielle sehr wichtig ist. Auf keinen Fall
Schulden machen." Marvin Kunz: "Normalerweise redet man mit Älteren in
der Familie. Und die denken alle, sie kennen einen sehr gut. Die Leute
hier dagegen geben einem allgemeine Ratschläge für jeden Lebensweg. Was
bei Bewerbungen wichtig ist, zum Beispiel."
"Keine Angst zu haben
vor dem Alter", ist eine Erkenntnis, die Anna Schleidowitz mitnahm.
"Und zu lernen, mit dem eigenen Leben und seinen Stationen zufrieden zu
sein." Ältere, die nicht zur eigenen Familie gehören, "geben ihre
sachliche Meinung ab", findet sie.
Tipps, wie man "Hindernisse
vermeidet und wie sie sie selbst umgangen haben", hat Linna Jiang
bekommen. Und "keine Angst vor dem Tod zu haben, den man ja nicht
einplanen kann."
Keine zu hohen Ziele zu setzen, habe man ihnen
geraten, berichten die Mädchen aus der Gruppe, und dass sich jeder
Lebensplan verändern kann, aber dass es wichtig ist, überhaupt einen zu
haben.
Kathrin Ternes hat, wie alle hier, vor den Gesprächen an
Arbeitsplätzen herumgefragt. Und nun, nach den Gesprächen: "Ich will
nun doch eher nicht Journalistin werden, wegen der langen
Arbeitszeiten. Ich will ja auch eine Familie haben, da passt Juristin
vielleicht besser, oder Lehrerin." we
Meinung:
Nicht
alles mit sich allein regeln
Von
SZ-Redakteur Johannes Werres
Das
Neue an dem Konzept "Lebensentwürfe" liegt nicht darin, junge und alte
Menschen zum Gespräch zu bringen, sondern darin, dies streng auf die
Lebensvorstellungen der Schüler zurückzubinden und den Vorgang klar
strukturiert vorzubereiten. Kaum zu erwarten ist, dass dabei
Jugendliche einen Echtzeitplan für ihr Leben entwickeln. Sie leben im
Augenblick: altersbedingt, aber wohl auch, weil vielen Jugendlichen die
Erwachsenenwelt derzeit kaum verlockend erscheint. Und auch, weil sie
dem Wechsel aus eigenem, planvollen Handeln und Überraschungen des
Lebens nicht recht trauen. Genau da hat ein "intergenerativer Dialog"
mit Nicht-Verwandten seinen Sinn, wenn er denn gut vorbereitet ist. Der
Wert des Projektes wird dann zuerst im Erlebnis liegen, dass man nicht
alles mit sich allein ausmachen muss; das gilt genauso für die Älteren,
für die "Berater".
Den ersten Durchgang bestritten viele ohnehin
engagierte Schüler und Ältere. Gesellschaftlichen Wert kann dieses mit
50 000 Euro geförderte Projekt nur haben, wenn daraus eine
Dauereinrichtung für möglichst alle Schülerinnen und Schüler würde.
Wenn keiner mehr wie eine der jungen Teilnehmerinnen sagen würde: Um
sowas geht es an der Schule sonst nie.

Bildunterschrift:
Lydia Folz und Hans-Jürgen Kallmeyer diskutierten im Offiziersheim
Saarlouis mit R. Stührenberg, K. Ternes und L. Jiang. Foto: KO
(Zeitungsfoto ersetzt)
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Projekt
"Lebensentwürfe - Du entwirfst dein Leben, wir helfen dir" |
Gespräche zwischen den
Generationen helfen Schülern weiter bei der Lebensplanung
"Ein Spitzenprojekt",
meinte M. Juckel nach der ersten Gesprächsrunde der Generationen am
Donnerstag, den 24. März 2011 im Offizierskasino der Graf-Werde-Kaserne
Saarlouis. Das Projekt hätte ihm jetzt schon sehr weiter geholfen bei
seinen Entscheidungen darüber, welche Ziele er im Leben angehen sollte
und wie er sie umsetzen könne. Er ist einer von 23 Schülern und
Schülerinnen der Klassenstufen 10 und 11 des Saarlouiser Gymnasiums Am
Stadtgarten, die an dem Projekt "Lebensentwürfe" teilnehmen.
Großes
Lob gab es auch von Seiten der Seniorinnen und Senioren, die in der
Rolle der Berater ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die jüngere
Generation weiter geben konnten. "Das Projekt ist wichtig und sehr
gewinnbringend für beide Seiten!" war ihre übereinstimmende Meinung
nach der ersten Gesprächsrunde mit den Jugendlichen. L. Folz
war
überrascht darüber, wie optimistisch und begeistert die jungen Menschen
an ihre Zukunft herantreten und gestand, dass sie ihr Bild von der
Motivationslosigkeit der jungen Generation ändern muss.
"Ich bin happy!
Ich habe mich gefordert gefühlt und gute Rückfragen erhalten." äußerte
sich W. Wolf, der trotz jahrzentelanger ehrenamtlicher Arbeit
mit
Jugendlichen in Musikvereinen überrascht über die hohe Motivation der
Jugendlichen war.
Bedenkenswert war der Hinweis einiger Senioren
darauf, dass sie schon seit vielen Jahren nicht mehr mit jungen
Menschen gesprochen hätten! Aus diesen Bemerkungen wird klar, dass das
Projekt für beide Seiten ein Gewinn ist.
Jugendliche
stehen am Ende der Schule an einem Scheitelpunkt ihres Lebens. Die
Schule ist abgeschlossen, neue Wege tun sich auf. Aber wohin? Welcher
Weg ist der Richtige für den Einzelnen? Genau an diesem Punkt setzt das
Projekt Lebensentwürfe an.
Menschen, die bereits diese Erfahrungen
gemacht haben und aus dieser Perspektive wissen, was das Leben mit
Beendigung der Schule bereit hält, welche Wege sich auftun können oder
nicht, stehen im Projekt Lebensentwürfe den Jugendlichen beratend zur
Seite.
Menschen der Generation 60+, die auf ein riesiges Repertoire
an Lebenserfahrung und Expertise zurückblicken, lassen Jugendliche an
diesem Wissenschatz teilhaben und helfen dabei, Lebenspläne zu
entwerfen.
Im Projekt steht also sowohl die Begegnung als auch der Austausch von
jung und alt im Fokus. Dabei profitieren alle!
"Ich
selbst hätte mir auch gewünscht, dass mir jemand bei der Lebensplanung
hilft! Dann wären mir viele Fehler erspart geblieben." ist
ein
häufiger Kommentar auf die Erklärung der Projektidee hin.
Das am
Stadtgartengymnasium entwickeltes Modellprojekt mit Namen
'Lebensentwürfe' steht unter dem Motto 'Schüler entwerfen ihr Leben,
Experten helfen'. Die Experten sind Menschen der Generation
60+, die
Lust und Freude daran haben, ihre Lebenserfahrung an Jugendliche
weiterzugeben und sie zu beraten. Grundlage der Beratung sind die
konkret ausgearbeiteten Lebensentwürfe der Schülerinnen und Schüler,
die als Gesprächsanlass dienen und so überarbeitet werden können.
Hier einige Bilder der Veranstaltung mit Kommentierung:

Auf der Suche nach den eigenen Lebenszielen

Wie vermittelt man Jugendlichen eine nachhaltige Lebensführung?

Schulungen der Schüler und Senioren haben beide Gruppen auf die
gemeinsamen Gespräche vorbereitet.
Bilder
der ersten Gesprächsrunde der Generationen am 24. März 2011

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Presseartikel:
SGS sucht Teilnehmer der Generation 60+ mit Lebenserfahrung für das
Projekt |
Saarlouiser Gymnasium Am
Stadtgarten sucht Senioren mit Lebenserfahrung
Das
am Stadtgartengymnasium entwickeltes Modellprojekt mit Namen
'Lebensentwürfe' steht unter dem Motto 'Schüler entwerfen ihr Leben,
Experten helfen'. Die Experten sind Menschen der Generation
60+, die
Lust und Freude daran haben, ihre Lebenserfahrung an Jugendliche
weiterzugeben und sie zu beraten.
Dazu
werden noch Menschen der
Generation 60+ mit Interesse und Spaß am Dialog mit Jugendlichen
dringend gesucht.
Auf
originelle Art und Weise versucht das am Stadtgartengymnasium
entwickelte Modellprojekt „Lebensentwürfe“ die Lebenserfahrung, das
Wissen und die besonderen Fähigkeiten der älteren Generation für die
sinnvolle Gestaltung der Lebensplanung junger Menschen nutzbar zu
machen.
Dazu übernehmen die Seniorinnen und Senioren
ehrenamtlich
die Rolle von Ratgebern für eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern
im Alter von 16 bis 17 Jahren. Zusammen überarbeiten sie die
Lebensentwürfe der Jugendlichen, in denen sich diese kreativ mit Themen
wie Arbeit, Bildung, Gesundheitsvorsorge, Altersvorsorge, Familie,
Wertevorstellungen und bürgerschaftlichem Engagement auseinandergesetzt
haben.
Neben der Vermittlung von Lebensperspektiven geht es
in dem
Projekt um die Sensibilisierung der jüngeren Teilnehmer für das Thema
„Älterwerden“. Angesichts des bevorstehenden demographischen Wandels im
Saarland ist es wichtig, die Jugendlichen zu einem nachhaltigen
Lebensstil anzuhalten und ihnen Konzepte für ein gesundes kompetentes
Altern zu vermitteln. Zudem sollen sie Verständnis und Toleranz für die
ältere Generation aufbauen.
Das Projekt wurde vom Ministerium
für
Gesundheit und Verbraucherschutz des Saarlandes mit dem Förderpreis
„Ideen für Generationen“ ausgezeichnet.
KONTAKT:
Das
Projekt ’Lebensentwürfe’ wird
von Herrn Korne am Saarlouiser Gymnasium Am Stadtgarten geleitet.
Haben
Sie Lust unsere Jugendlichen mit Ihrer Lebenserfahrung zu beraten? Ihre
Lebenserfahrung wird gebraucht! Bitte melden Sie sich beim Sekretariat
der Schule unter der Nummer 06831-42985. Mehr Informationen
erhalten
Sie auch unter „www.sgs-saar.de“ auf der Internetseite der Schule
Bildunterschrift:
Jugendliche
auf der Suche nach dem richtigen Weg durchs eigene Leben: Wer sein
Leben sinnvoll gestalten will, ist mit dem Ratschlag eines Experten
immer gut bedient.
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| Projektbeschreibung und häufig
gestellte Fragen |
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Im Frühjahr des Jahres 2011 wird
am Saarlouiser Gymnasium Am Stadtgarten ein
einzigartiges Projekt durchgeführt, dessen Konzept ganz neu ist und
sowohl Jugendliche als auch Seniorinnen und Senioren gleichermaßen
begeistern könnte.
Habt
ihr Jugendlichen Interesse
daran, euch
den Herausforderungen und Chancen im Leben zu stellen und sie nicht dem
Zufall zu überlassen? Möchtet ihr eure Zukunft selbst aktiv gestalten
und vorausschauend planen? Ihr würdet gerne wissen, wie das geht und
dabei vom Wissen einer anderen Generation profitieren? Dann seid bei
dem Projekt „Lebensentwürfe“ dabei! Mitmachen kann jede Schülerin und
jeder Schüler ab Klassenstufe 10.
Haben
Sie als
Senior/Seniorin Interesse daran, Ihre Lebenserfahrung an Jugendliche
weiterzugeben? Unsere Jugend braucht Sie und Ihr Wissen!
Damit
Jugendliche anhand eines Lebensentwurfs ihre Wünsche und Perspektiven
umsetzen können, benötigen sie gute Berater in Sachen Lebensplanung.
Wenn Sie Zeit und Lust dazu haben, als Betreuer im Ehrenamt tätig zu
sein, melden Sie sich!

Bildunterschrift:
Intergenerativer
Dialog: Erfahrene Experten helfen
Jugendlichen bei der Lebensplanung
Kurzbeschreibung
des Projekts
Grundgedanke
des Projekts ist es, die Lebenserfahrung, die Kompetenzen, das Wissen
und die besonderen Fähigkeiten auf den verschiedensten Gebieten der
älteren Generation für die sinnvolle Gestaltung der Lebensplanung
junger Menschen zugänglich und nutzbar zu machen.
Um
dies zu
erreichen werden Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 10 und 11
im freiwilligen Rahmen einen eigenen Lebensentwurf mit sachlichen und
kreativen Inhalten anfertigen, der ihr gesamtes Leben abdeckt.
Diese Lebensentwürfe werden dann mit
dazu
passenden Mentoren der Generation 60+ bei mehreren gemeinsamen
Treffen der Gruppen überarbeitet. Durch ihre Erfahrung helfen die
älteren „Experten“ dabei, die vagen Vorstellungen und Lebensziele der
Schülerinnen und Schüler zu konkretisieren, so dass am Ende des
Projekts für jeden Jugendlichen ein ganzheitlicher und realistischer
Lebensentwurf als greifbares Produkt entsteht, worin die
Innovation des Projekts liegt.
Im affektiven Bereich
sollen die
Heranwachsenden durch die Abstimmung ihrer Lebensentwürfe mit den
Lebensläufen der Senioren eine verantwortungsvolle und nachhaltige
Lebensführung entwickeln. Die Dynamik der Jugendlichen wiederum kann
neue Impulse für die Lebensgestaltung der Seniorinnen und Senioren
bieten, so dass der „Lebenswert“ beider Altersgruppen durch das Projekt
gesteigert wird.
Der Vergleich der Lebensentwürfe
von
Schülerinnen und Schülern mit den Lebensläufen der Seniorinnen und
Seniorinnen stellt einen intergenerativen Dialog her, durch den
Verständnis und Toleranz für die jeweils andere Altersgruppe aufgebaut
wird, was gerade im Angesicht des anstehenden demographischen Wandels
unserer Gesellschaft von großem Wert ist.
Der Name
des Projekts
„Lebensentwürfe – Jugend entwirft ihr Leben, Experten helfen“ bietet
ein passendes Bild für das vorgesehene Ziel, nämlich das „Zuwerfen“ von
Informationen vom erfahrenen zum jungen Menschen, so wie ein Großvater
seiner Enkelin einen Ball zuwirft.
Dabei geschieht der Wurf
im
übertragenen Sinne durch die Zeit und wirkt nachhaltig auf die zu
erwartende Zukunft der Schülerinnen und Schüler ein.

Vielleicht
können die folgenden Punkte einige Ihrer/eurer Fragen direkt
beantworten:
1)
Worum geht es bei dem Projekt?
Der
Grundgedanke des Projekts ist es, Lebensentwürfe von Schülerinnen und
Schülern als Anlass für einen Dialog zwischen jungen und älteren
Menschen zu nutzen. Die Lebensentwürfe sind dabei so etwas wie eine
Schatzkarte für die Jugendlichen. Die älteren Experten helfen ihnen
dabei, die im Leben erreichbaren Schätze zu finden und zu
bergen!
2)
Was
habe ich davon, wenn ich mitmache?
Für
die Jugendlichen liegt das vordergründige Ziel in der Erstellung eines
eigenen umfangreichen Lebensentwurfs, der als Anleitung und
Entscheidungshilfe für wichtige Lebensstationen gebraucht werden kann.
Zudem stehen in dem Projekt auch die Sensibilisierung von Jugendlichen
für das Thema Alter (das in der Schule so nicht behandelt wird) und der
Aufbau von Verständnis und Toleranz für die ältere Generation und deren
Probleme als wichtige Ziele auf dem Programm.
Für die Seniorinnen
und Senioren liegt das Ziel der Teilnahme in ihrer Aktivierung im
Ruhestand durch die Möglichkeit einer ehrenamtlichen Tätigkeit. Sie
erhalten die Gelegenheit, ihre Lebenserfahrungen an junge Menschen
weiterzugeben und können im Gespräch mit diesen selbst neue Impulse für
die Lebensgestaltung erhalten. Das Projekt bietet die Möglichkeit, neue
Kontakte zu Menschen von unterschiedlichen Generationen aufzubauen und
sich sozial zu engagieren.
3) Wie
wird das Projekt ablaufen?
Zum
Jahresbeginn 2011 werden Schülerinnen und Schülern bzw. Seniorinnen und
Senioren gesucht, die auf freiwilliger Basis bzw. ehrenamtlich an dem
Projekt teilnehmen wollen.
Beide
Gruppen erhalten eine
Qualifizierung bzw. Schulung, welche sie auf die gemeinsamen
intergenerativen Treffen vorbereitet. Die Jugendlichen werden zudem
darin angeleitet, ihren umfangreichen Lebensentwurf mit sachlichen und
kreativen Inhalten anzufertigen.
Die
Treffen werden im Casino der Graf-Werder-Kaserne in
Saarlouis durchgeführt, wo entsprechender Raum für den gegenseitigen
Austausch sowie Vorträge und Gespräche gegeben ist.
5) Wie
kann ich mich für das Projekt anmelden?
Wer
Interesse an der Teilnahme hat, kann sich in der Schule direkt an Herrn
Korne wenden und sich so zur Veranstaltung anmelden. Kontakt kann man
jedoch auch über das Sekretariat der Schule (06831-42985) oder durch
eine E-Mail aufnehmen (christian.korne@gmx.de).
Auf
der Suche nach den Schätzen
des eigenen Lebens:
Wer
seine Schätze finden und heben möchte, ist mit dem Ratschlag eines
Experten immer gut bedient. Ein Lebensentwurf kann so etwas wie eine
Schatzkarte sein, der man sich bedient, um die Reichtümer seines Lebens
zu finden und zu bergen.
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| Das Projekt "Lebensentwürfe"
des Saarlouiser Gymnasiums Am Stadtgarten gewinnt Förderwettbewerb |
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